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haifa med - Gemeinschaftspüraxis für hausärztliche Versorgung am Haifa Park Dr. med. Martin Reith  Facharzt für Innere Medizin & Anselm K. Gottstein Facharzt für Allgemeinmedizin HIV news
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Wir möchten Ihnen in dieser Rubrik regelmäßig Aktuelles,Interessantes, Informatives, aber auch Nachdenkliches bisweilen Kritisches zum Thema weiterleiten. Auch wenn der eine oder andere Artikel nicht immer Ihrem Geschmack und unserer Meinung entspricht, stellen einige dieser Berichte auch ein Stück öffentliche Meinung dar, mit der wir uns auseinander setzen. Wenn Sie auf einen interessanten Beitrag gestoßen sind, sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf anregende Diskussionen.

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2016 - Neue HIV-Medikamente und PrEP in Deutschland

Neu2016 werden mehrere neue HIV Medikamente und Kombinationstherapien auf dem Markt erhältlich sein. Es ist von einer deutlichen Verbesserung der HIV Therapie durch eine geringeres Nebenwirkungsspektrum auszugehen.
Die Grundlage für diese Entwicklung stellt das neue Tenfovir dar, das als Standardmedikament in Form von Truvada ein Bestandteil von vielen HIV Therapien ist. Das „alte“ Tenofovir wird als Tenofovir Alafenamide auf den Markt kommen.  Die Medikamentenspiegel innerhalb der Zelle sind etwa 7-fach höher als beim Tenofovir, während die Plasmaspiegel gleichzeitig etwa 90% geringer sind. Daraus resultiert eine etwa gleiche klinische Wirksamkeit bei einem Zehntel der Dosis.
Eine weitere Neuerung wird wohl 2016 auch in Deutschland zur Verfügung stehen, die PrEP, d.h. Medikamente, die als Schutz vor einer HIV Infektion vor dem Sex eingenommen werden. Bezüglich der Verfügbarkeit und Wirksamtkeit einer PrEP informiert man sich am Besten bei den regionalen AIDS-Hilfen, Beratungsstellen der Gesundheitsämter oder bei HIV Schwerpunktärzten.
Eine Übersicht über die bereits 2015 zugelassen HIV Medikamente ist unter dem folgenden Link zu sehen:  http://www.hivandmore.de/medikamente/

Und hier das Wichtigste in Kürze:

FDA-Zulassung für Genvoya® 06. November 2015
Die Fixkombination aus Elvitegravir, Cobicistat, Emtricitabin und Tenofoviralafenamid (E/C/F/TAF) erhielt die Zulassung von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde. Seit Januar 2016 wird das neue Tenofovir bereits in Kombination mit dem geboosterten Elvitegravir als Single-Tablet-Regime (1x1Tbl./d) angeboten.
Quelle: http://gileadhivmedia.com/

Positive CHMP-Empfehlung für F/TAF (Descovy®) 26. Februar 2016
Im Februar 2016 wurde seitens der EMA (Europäische Zulassungsbehörde für Arzneimittel) eine Empfehlung für das Emtricitabine/Tenofoviralfenamid (F/TAF), das unter dem Namen „Descovy“ auf den Markt kommen wird ausgesprochen. Die neue Version wurde primär entwickelt, um Nebenwirkungen zu reduzieren. Dies bestätigte sich in den Tests der FDA. Man stellte eine geringere Nierentoxizität und eine reduzierte Verringerung der Knochendichte, als man sie von bereits zugelassenen HIV-Medikamenten kennt, fest.
Quelle: http://www.gilead.com/

FDA-Zulassung für Rilpivirin/Emtricitabin/TAF (Odefsey®) 02.März 2016
Am 2. März hat die FDA- die Zulassung für Rilpivirin/Emtricitabin/TAF (Odefsey®) erteilt. Die neue Fixkombination enthält 25mg Rilpivirin, 200mg Emtricitabin und 25mg Tenofoviralafenamid (RPV/FTC/TAF).
Quelle: http://www.gilead.com

Präexpositionsprophylaxe (PrEP)
ie Ergebnisse der Ipergay-Studie wurden kürzlich im New England Journal of Medicine publiziert. Seit 2012 wurden Studienteilnehmer in Frankreich und Kanada rekrutiert, 2014 sollen Männer aus Deutschland, Italien, Spanien und Portugal hinzukommen: IPERGAY untersuchte, ob die anlassbezogene HIV-PrEP mit Truvada vor HIV schützt. Die Risikoreduktion betrug 86%: In der Verum-Gruppe hatten sich 2 und in der Plazebo-Gruppe 14 Männer mit HIV infiziert.
Studien haben gezeigt, zuletzt IPERPAY, dass HIV Medikatmente auch vor einer Infektion wirksam schützen können. Eine Zulassungserweiterung wurde für Truvada Anfang Februar in Deutschland beantragt. Ob in Zukunft PrEP Kassenleistung wird bleibt abzuwarten.
Wie wurde die PrEP in der IPERGAY-Studie eingenommen?
Frühestens 24 Stunden bis spätestens zwei Stunden vor dem Sex nimmt man zwei Tabletten Truvada ein. Man hofft, so den für eine Schutzwirkung nötigen Blutspiegel zu erreichen. Solange man Sex hat, wird anschließend täglich eine Tablette eingenommen. An den zwei Tagen nach dem letzten Sex wird noch jeweils eine Tablette eingenommen (also z.B. Montag und Dienstag, wenn Sonntag der letzte Sex war).
Quelle: http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1506273

PrEP bald in Deutschland 09. Februar 2016
Antrag auf Zulassungserweiterung eingereicht.
Das Unternehmen Gilead Sciences hat bei der EMA (European Medicines Agency) einen Antrag auf die Erweiterung der Zulassung von Truvada® (Emtricitabin/Tenofovir) zum Einsatz als PräExpositionsProphylaxe (PrEP) gestellt.
Quelle: http://investors.gilead.com/...2134060

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HIV Test 2015

HIV TestEin HIV Test wird durchgeführt werden wenn die Sorge oder konkrete Symptome  auf eine HIV Infektion vorliegen.

Die Symptome einer HIV Infektion sind sehr variabel und leider sehr unspezifisch hier ist das klärende Gespräch mit einem Arzt erforderlich, die weitere Recherche im Internet verunsichert meist nur.

Eine akute HIV Infektion kann mit Fieber (> 38,5°C),  Lymphknotenschwellungen (häufig im Halsbereich), akuten Muskelschmerzen,  Hautausschlag, Durchfällen  oder auch einer Zahnfleischentzündungen einhergehen.

Weitere sexuellübertragbare Erkrankungen wie Syphilis, Tripper oder auch eine Chlamydieninfektion sollten ebenfalls Anlass für einen HIV Test sein.

Der HIV Test wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und  Bedarf einer schriftlichen Einverständniserklärung des Patienten.

Seit 2015 werden HIV Testungen angeboten, die den Nachweis einer Infektion beschleunigen und das sogenannte diagnostische Fenster deutlich verkürzen.

Neben HIV I und II Antikörpern wird auch das HIV p24 Antigen nachgewiesen, das bereits nach 16-18 Tagen im Blut erscheint. HIV spezifische Antikörper werden nach ca. 22 Tagen positiv.

Am schnellsten ist der direkte Nachweis von HIV Gensubstanz (HIV-RNA) im Blut dieser gelingt ca. ab dem 11. Infektionstag. Leider ist hier die Kostenübernahme seitens der Krankenkasse nicht geklärt.

Trotz dieser diagnostischen Fortschritte, um größt mögliche Sicherheit zu haben, geht man von einem diagnostischen Fenster von ca. 6 Wochen aus.

Wenn Sie Fragen zur Durchführung eines HIV Testes haben beraten wir Sie gerne.

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HIV,  AIDS und Hepatitis C update 2015

Mittlerweile ist fünfte Generation antiretroviraler Medikamente auf dem Markt angekommen. HIV ist dadurch nicht heilbar, aber doch sehr gut behandelbar geworden. Meistens reichen einfach einzunehmende  und gut verträgliche Medikamentenkombinationen aus um  die Infektion wirksam und dauerhaft gut zu behandeln.  Über 90% aller behandelten Patienten haben unter Therapie keine nachweisbare Viruslast mehr, ein Erfolg der vor 15 -20 Jahren noch undenkbar gewesen wäre.

Über 70% aller HIV Positiven können ohne Einschränkungen einer Arbeit nachgehen. Trotz der Erfolge und Gedanken zum Thema Heilung gibt es auch weiterhin Probleme. Das Stigma der Infektion ist geblieben und es Bedarf in der Gesellschaft allgemein, aber auch gerade im Gesundheitsbereich noch einiges an Aufklärung.

Bei der Behandlung von Hepatitis C zeichnen sich ähnlich große Erfolge ab. Über viele Jahre hinweg waren interferonhaltige Kombination der Therapiestandard. Diese galten gerade bei HIV- Co-Infizierten Patienten als nur begrenzt wirksam und zeichneten sich durch ein ganzes Füllhorn an Nebenwirkungen aus. Eine Therapiedauer von bis zu 72 Wochen in Abhängigkeit vom Stadium und Genotyp wurden nur selten durchgehalten. 

Mit den neuen Kombinationregimen ist eine Hepatitis C-Infektion innerhalb kurzer Zeit (12-24 Wochen) heilbar geworden. Einige Mono- umd Kombinationspräparate sind bereits auf dem Markt und für die Behandlung der unterschiedlichen Hepatitis Genotypen mit bzw. ohne Leberzirrhose zugelasen. Häufig werden diese noch mit Ribavirin kombiniert. Interferonhaltige Therapien  sind weitgehend durch interferonfrei Kombinationstherapien ersetzt worden. Die Zulassungsverfahren bei der EMA* (europäische Zulassungsbehörde) laufen oder sind häufig bereits abgeschlossen.

Die Kosten einer solchen Therapie sind hoch und werden bei richtiger Indikationsstellung von den Krankenkassen übernommen.  Die Therapie erfolgt nach den strengen Zulassungkriterien des GBA  sonst droht Regress.

GBA* - gemeinsamer Bundesausschuss
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinsamer_Bundesausschuss
https://www.g-ba.de

EMA*-europäische Zulassungsbehörde für Arzneimittel
de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Arzneimittel-Agentur
(EMA, englisch European Medicines Agency; ehemals EMEA, European Agency for the Evaluation of Medicinal Products)

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AIN-Bild3HIV, AIN und das Analkarzinom

Das Analkarzinom zählt zu den selten Tumoren und macht ca. 1% aller bösartigen Erkrankungen des Verdauungstraktes aus.  Bei einer gleichzeitigen HIV-Infektion ist das Risiko, an einem Analkarzinom zu erkranken, um das 35-fache erhöht. Eine wirksame antiretrovirale Therapie scheint den Krankheitsverlauf nicht zu beeinflussen. Hauptrisikofaktor ist die Infektion mit HP Viren (Human-Papilloma-Virus).
> mehr Informationen

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Sport, Ernährung, Vitamine und HIV

Sport, Ernährung, Vitamine und HIVIn der Praxis werden wir fast täglich mit der Frage konfrontiert,  ob es zusätzlichen Maßnahmen neben einer antiretroviralen Therapie (ART) gibt, das Immunsystem zu stabilisieren.  Oft werden wir in diesem Zusammenhang auf  Multivitaminpräparate angesprochen.  Der Sinn und Zweck von Multivitaminpräparaten ist zweifelhaft, sofern ein Vitaminmangel nicht explizit  nachgewiesen werden konnte. In einer der letzten Ausgaben eines renommierten amerikanischen Ärztejournals  (JAMA) wurde erneut von dem vorzeitigen Abbruch einer großen Vitaminstudie berichtet, weil die Untersuchungsgruppe, die zusätzlich das Vitaminpräparat einnahm, ein erhöhtes Risiko aufwies, ein sogenanntes klinisches Ereignis (Krankheit/Tod) zu erleiden. Mit Vitaminpräparaten wird sehr, sehr viel Geld gemacht, der Nutzen bleibt weiterhin zweifelhaft. 
>> den ganzen Artikel

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Zunahme von Hepatitis C-Infektionen

Quelle: PhotocaseDie chronische Hepatitis C zählt mit ca. 500.000 Infizierten zu der wichtigsten chronischen Lebererkrankung in Deutschland. Die Übertragungswege werden weiterhin kontrovers diskutiert.

Während auf einem Hepatitis Symposium  kürzlich in Heidelberg nicht von einem bedeutenden Risiko einer Hepatitis C Übertragung durch Sex ausgegangen wurde, somit auch keine Safer Sex Empfehlungen ausgegeben wurden, sieht die Situation bei HIV Positiven vermutlich anders aus.

Mehr Informationen finden sich unter dem folgenden Artikel, der ebenfalls in der letzten Ausgabe der Projektinformation veröffentlicht wurde.
PDF-Artikel aus Projekt-Information

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Quelle: Photocase.de / Copyright: Ninino(K)ein zweites Coming Out
Warum es den meisten so schwer fällt,
mit ihren Eltern über HIV zu sprechen

Ein Artikel aus der Projekt Information Jahrgang 15, Nr. 2

Der sozialen Unterstützung kommt bei der Bewältigung chronischer Erkrankungen eine besondere Bedeutung zu. Neben konkreten physischen Hilfeleistungen im Alltag, etwa durch Besorgungen im Haushalt, ist sie in akuten gesundheitlichen Situationen und psychischen Krisensituationen wichtig: hinsichtlich der Möglichkeit, beispielsweise über eigene Schmerzen sprechen zu können, Ängste gemeinsam zu bearbeiten oder Stress zu vermindern…….

Zum Artikel: PDF-Artikel aus Projekt-Information

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Interdisziplinäres HIV Seminar

Liebe Leser,
Team-ISI-Seminarseit 2004 bieten wir in Zusammenarbeit mit der Schwerpunktpraxis von Herrn Dr. med. Baumann und der Heinrich-Heine Universität eine Seminarreihe für HIV Positive Menschen an. Unser Ziel ist es, neben der Vermittlung von Grundlagen zu den Themen: HIV-Infektion, Diagnostik, Verlauf und Therapie auch einen Platz für den Erfahrungsaustausch anzubieten. Die Seminarreihe beinhaltet jeweils 4 abendliche Schulungstermine von ca. 90 min. Genauere Informationen sind auf unserer Seite www.Team-ISI.de veröffentlicht. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Präsentationsfolien aus dem HIV-Seminar. Link auf PDF-Datei der Präsentationsfolien.  Präsentationsfolien aus dem HIV-Seminar. Link auf PDF-Datei der Präsentationsfolien.  Präsentationsfolien aus dem HIV-Seminar. Link auf PDF-Datei der Präsentationsfolien.

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Kontaktdaten Hausärzte Oberbilker Markt / Haifa med als V-Card  downloaden

 

 

Hausarzt, Hausärzte,Düsseldorf, Oberbilk, Diabetikerbetreuung (Prävention, Diagnostik und Therapie im Rahmen der DMP als Vertragspartner der Krankenkasse), Diagnostik und Therapie von Infektionskrankheiten (insbesondere sexuell übertragbare Erkrankungen), Diagnostik und Therapie von Atemwegserkrankungen, Diagnostik und Therapie von Herzkreislauferkrankungen, Diagnostik und Therapie von Magen-Darmerkrankungen, Gesundheitsvorsorge, Akupunkturbehandlung, Krebsvorsorge und Nachsorge, Therapieplanung (Casemanagement), Patientenschulungen, Hausbesuche AIDS, HIV, Düsseldorf, Labortechnische Untersuchungen, EKG, Belastungs-EKG, 24 Stunden EKG, 24 Stunden Blutdruckmessung, Lungenfunktion, Sonographie des Bauchraumes und der Schilddrüse, Doppleruntersuchungen des Gefäßsystem, Infusionstherapie, Ultraschallinhalationen, Reise und Tropenmedizinische Beratung, Akupunktur, Erweiterte Gesundheitsvorsorge (Ultraschall Bauchorgane, HDL, LDL-Cholesterin, TSH-basal (Schilddrüse), Gefässuntersuchung mittels Doppler) Erweiterte Krebsvorsorge (Ultraschall der Prostata, PSA-Bestimmung (Prostata)), Atherosklerose Check-up (Cholesterin HDL, LDL, Triglyceride, Blutzucker, Homozystein, CRP-quantitativ), Knochendichtemessung (Osteodensitometrie), Führerscheintauglichkeit, Sporttauglichkeit (ggfs. Belastungs-EKG mit Laktatbestimmung), Behandlung von Gesichtsfalten mit Botox (Stirnfalten, Zornesfalten, Krähenfüße), Manager Check-up (Komplettuntersuchung mit allen erforderlichen Blutwerten und technischen Leistungen, einschließlich Gesundheitsgutachten)